Houston, wir haben ein Problem. Falsch, genau genommen hab nur ich ein Problem. Meine schwarze Freundin, deren Namen ich jetzt nicht nennen will – weil ich bin ja Kumpel – hat sich geschickt aus der Affäre gezogen. Naja, immer auf die Kleinen, ihr kennt ja den Spruch. Meine Kumpels tun jedenfalls gerade das, was ich normalerweise jetzt auch tun würde – in der Sonne dösen und alle Viere von mir strecken. Und ich, was mach ich? Ich habe Strafarbeit. Jawohl, ihr habt richtig gehört: STRAF-AR-BEIT!! Alles bloß wegen so ‘nem klitzekleinen Loch von 40 x 30 x 40 cm. Wenn ich wenigstens fertig geworden wäre, aber nee, da wird man mittendrin unterbrochen … und das nur weil mein Poppes noch rausgeguckt hat. Sonst hätte Steffi das niemals gesehen. Ich schwöre es euch. Gut, nützt jetzt aber alles nichts – ich habe meinen Elfmeter bekommen. Ich soll mich nun selbst vorstellen. Eigentlich eine meiner leichtesten Übungen: Anlauf nehmen, hoch springen, schleck – fertsch!! Geht aber nicht, ich kann nämlich keinen von euch sehen und das ist doof. Die ganze Aufgabe ist doof. Hab ich Steffi schon mal ‘nen Dummy suchen geschickt oder sie zum Wettfressen herausgefordert? Nee! Und warum wohl nicht? Genau, weil sie’s eh nicht kann. Warum also sowas tun? Aber mit mir kann man’s ja machen …

Wie geh ich’s jetzt am besten an? Mal überlegen … Ha, ich hab’s … “Tach!” … Ok, ok, das war nicht so doll, aber ich mach mir ja schon Gedanken …………………………… Jetzt hab ich’s aber: “Meine Name ist Bond, James Bond!” Klingt cool, oder. Aber wie ich Steffi kenne, akzeptiert sie das nicht. Das ist nämlich gelogen, weil in meiner Geburtsurkunde was ganz anderes steht. Ach man, mir fällt einfach nichts ein. Ich werde jetzt einfach mein trauriges Knautschgesicht aufsetzen, vielleicht hat sie ja dann Mitleid mit mir und hilft mir ein bißchen. In den meisten Fällen klappt das. Ob ich Erfolg hatte, werdet ihr dann hier lesen können.

Bis dahin haut die Pfote

Euer Maulwurf